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Der wahre Zauber des Jahreswechsels

Mehr Sein - weniger Müssen

Es war kurz nach Mitternacht.
Das neue Jahr hatte bereits leise angeklopft und noch nicht wirklich gehört worden, denn die meisten Menschen waren noch damit beschäftigt, dem alten hinterherzuwinken. Manche mit einem Glas Sekt, manche mit einem Seufzer, manche mit einer To-do-Liste fürs bessere Leben und 32 Vorsätzen, von denen nicht einer bis zum 2. Tag halten würde.

In einer kleinen Wohnung saß eine Frau am Fenster und betrachtete die Straße. Konfetti klebte noch auf dem Asphalt wie Erinnerungen, die sich weigerten, einfach zu verschwinden. In der Ferne waren Musik, Knaller und Gesänge zu hören. Es roch noch nach der letzten Räucherung der Rauhnacht. Kerzen standen im Fenster als Erinnerung an vergangene Zeiten. Neben ihr lag ein Notizbuch – leer. Sie hatte sich vorgenommen, ihre Wünsche für das neue Jahr aufzuschreiben. Aber irgendetwas hielt sie davon ab.

„Was ist los?“, fragte plötzlich eine Stimme. Die Frau erschrak. Neben ihr saß – man konnte es kaum anders sagen – das alte Jahr. Es sah leicht zerknittert aus, trug Gebrauchsspuren und roch nach Regen, Kaffee, verpassten Gelegenheiten, Sonnenschein, Sorgen, Herausforderungen und Meisterschaft. „Ich weiß nicht, was ich mir wünschen soll“, sagte sie. „Letztes Jahr wollte ich mutiger sein. Bin ich nicht wirklich gewesen. Ich wollte gelassener werden. Hat nur manchmal geklappt. Ich wollte… mehr ich selbst sein.“ Das alte Jahr lächelte müde. „Du hast viel versucht“, sagte es. „Du bist oft gefallen, ja. Aber du bist auch aufgestanden. Du hast Nein gesagt, wo du früher Ja gesagt hättest. Du hast geschwiegen, wo du früher erklärt hättest. Und du hast gefühlt – auch wenn es unbequem war. Du hattest Wachstumsschmerzen. Du hast Museumstage erschaffen, wundervolle Erinnerungen. Du hast gelebt und Dich getraut, zu lieben.“

Die Frau dachte nach. Stimmt, dachte sie. Ich bin nicht perfekt geworden. Aber ehrlicher. 

In diesem Moment klopfte es erneut.
Das neue Jahr trat ein. Frisch, neugierig, mit leuchtenden Augen – und völlig ohne Plan, ein bisschen verteilt, voller Elan und Kraft, sprühend vor Motivation, Abenteuerlust und Neugier. „Was soll ich dir bringen?“, fragte es wohlwollend. Die Frau sah auf ihr leeres Notizbuch. Dann schloss sie es. „Vielleicht“, sagte sie langsam, „keine besseren Vorsätze. Sondern bessere Freundschaft mit mir selbst. Weniger Druck. Mehr Wahrheit. Weniger Müssen. Mehr Spüren.“

Das neue Jahr nickte zufrieden. „Das werde ich gern machen“, sagte es. „Doch leben musst du es selbst. Ich werde Dir Möglichkeiten geben, Türen zeigen, durchgehen darfst Du selbst – in Deinem Tempo.“ 

Als das alte Jahr nun leise ging und sich verabschiedete, blieb kein Bedauern zurück. Nur Dankbarkeit. Und ein sanftes Lächeln, ein klein bisschen Stolz.

Vielleicht ist das der wahre Zauber eines Jahreswechsels:
Nicht alles neu machen zu wollen – sondern sich selbst ein kleines Stück näherzukommen.
In diesem Sinne wünsche ich Dir ein neues Jahr, das dich nicht optimiert, sondern begleitet.
Nicht antreibt, sondern einlädt.
Und Dich immer wieder daran erinnert, dass Du bereits unterwegs bist – zu Dir selbst.

Guten Rutsch
Ein sanftes Hinübergleiten
Komm gut rein
Alles Liebe, Glück und Gesundheit für ein großartiges 2026
Ilka Plassmeier

An alle Entwicklungsclub-Fans:  Am 06.01.2026 ist das Thema Gewicht und am 03.02.26 Was sagen die Karten? am 03.03.26 Krafttiere. 

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